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Veranstaltungen

Ökumenische Gedenkgottesdienste
für die „Unbedachten“ dieser Stadt

an jedem zweiten Dienstag im Monat um 17 Uhr in der Essener Marktkirche.
Markt 2, 45127 Essenab September 'live' im Essener Dom

Termine 2020:

... 8. September | 13. Oktober | 10. November | 8. Dezember

Liturgen (PDF)

Ökumenischer Gedenkgottesdienst für die "Unbedachten" dieser Stadt | 11. August 2020

An jedem zweiten Dienstag im Monat feiern die christlichen Kirchen und die Stadt Essen in der Marktkirche einen Ökumenischen Gedenkgottesdienst für die „Unbedachten“ dieser Stadt. Weil derzeit wegen der Corona-Krise keine Gottesdienste in den Kirchen stattfinden, wurde die Gedenkfeier mit der Kamera aufgezeichnet.

Die liturgische Leitung haben Assessor Heiner Mausehund und Domvikar Dr. Wilhelm Tolksdorf; für die musikalische Gestaltung sorgt Kreiskantor Thomas Rudolph und Sopranistin Sabine Juchem. Der Gottesdienst wird von Pfarrer Volker Emler in die Gebärdensprache gedolmetscht.

Zu den „Unbedachten“ zählen in Essen in jedem Jahr rund 400 verstorbene Menschen, die auf Veranlassung des städtischen Ordnungsamtes eingeäschert und anschließend ohne Trauerfeier auf einem Urnengrabfeld bestattet werden mussten – weil niemand da war, der für eine würdige Verabschiedung sorgen. In den Gedenkgottesdiensten werden die Namen der Verstorbenen verlesen und in ein Gedenkbuch geschrieben, das in der Kirche ausliegt; für jeden Namen wird eine Kerze entzündet. „Auf diese Weise wollen wir daran erinnern, dass die Würde eines Menschen nicht mit seinem Tod erlischt“, erklärt die ACK Essen, die die monatlichen Erinnerungsfeiern in Zusammenarbeit mit der Stadt Essen durchführt.

Auch die FUNKE-Mediengruppe unterstützt diese Form des Gedenkens: Vor dem jeweiligen Gottesdienst erscheinen in den beiden Essener Tageszeitungen Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und Neue Ruhr Zeitung (NRZ) sowie in den Wochenblättern des Stadtspiegels kostenlose Traueranzeigen, in denen die Namen der Verstorbenen aufgeführt sind.

Kerzen für die Unbeachten
Die christlichen Kirchen in Essen und die Stadt Essen feiern regelmäßig gemeinsam ökumenische Gedenkgottesdienste für die „Unbedachten dieser Stadt“: Verstorbene Menschen, derer niemand gedacht hat und die ansonsten anonym bestattet würden. Christen bekennen, dass Gott jeden Menschen liebt, bei seinem Namen kennt und ruft. Bei ihm ist keiner „unbedacht“.
Wo der einzelne Bürger ohnmächtig und hilflos ist, kann eine Gemeinschaft stellvertretend Anteilnahme und Wertschätzung öffentlich machen.

Im Gedenken der Verstorbenen geben wir ihrem Leben Gewicht. Wir holen sie aus ihrer Anonymität, wenn wir ihre Namen nennen. Wir bringen ihre Einmaligkeit und ihre Würde zum Ausdruck. Wir stellen uns gegen das Vergessen: In den Gedenkgottesdiensten für die „Unbedachten“ werden die anonym, ohne Trauerfeier und sichtbares Grab beigesetzten Verstorbenen in unserer Stadt bei ihrem Namen genannt. Für jede und jeden von ihnen wird ein Licht entzündet. Zugleich werden ihre Namen in ein Buch eingetragen, das in der Kirche ausliegt, in der die Gedenkgottesdienste für die „Unbedachten“ gefeiert werden. So kann jeder auch in der Zeit zwischen den Gedenkgottesdiensten die Namen nachlesen, in seiner Weise der „Unbedachten“ gedenken, für sie eine Kerze anzünden, ein Gebet sprechen oder schweigend einen Augenblick verharren.

Die ökumenischen Gedenkgottesdienste finden einmal im Monat jeweils am zweiten Dienstag um 17 Uhr statt und wechseln jährlich zwischen dem Hohen Dom (2013, 2015 etc.) und der evangelischen Marktkirche (2014, 2016 etc.).

Die christlichen Kirchen in Essen verstehen ihre Initiative zu den Gedenkgottesdiensten für die „Unbedachten“ als Dienst an der Gesellschaft. Sie wollen die in der Anonymität Bestatteten ins Gedächtnis holen und dort bewahren. Kein Toter soll nur „entsorgt“ werden. Jeder behält seinen Namen und seine Würde über den Tod hinaus.

Zu den Gedenkgottesdiensten sind alle Mitbürgerinnen und Mitbürger unserer Stadt eingeladen. Stellvertretung und Solidarität machen eine Gesellschaft menschlich und lebenswert. Die Gedenkgottesdienste wollen dazu beitragen.

Die WAZ-Mediengruppe unterstützt diese besondere Form des Gedenkens, indem sie in den Wochenend-Ausgaben ihrer Essener Zeitungen (WAZ, NRZ, Stadtspiegel) kostenlose Traueranzeigen mit den Namen der Verstorbenen veröffentlicht.


Neue Stele zum Gedenken an die „Unbedachten“ der Stadt

DER WESTEN (WAZ)-Artikel vom 28. November 2016

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